Finanzen vereinfachen. Bild: sör alex/photocase.de
Geld

Finanzen vereinfachen

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Meine Finanzen waren sehr lange Zeit keine Quelle großer Freude für mich. Zwar hatte ich in meinen ersten Berufsjahren gut verdient und grundsätzlich auch gut gewirtschaftet. Immer aber gab es Ausreißer: Auf Sparsamkeit folgte hemmungsloser Konsum, vor allem von Kleidung, Möbeln und „Getüddel“, also Sachen, die im Laden noch ganz hübsch sind, zu Hause dann aber schnell an Glanz verlieren.

Geld an sich ist ja erst einmal ein Mittel, also weder gut noch schlecht. Im Alltag transportiert Geld dann aber doch viel mehr, als uns das vielleicht so richtig bewusst ist. So gibt es unterschiedliche Geld-Typen: die Vernünftigen, die Leichtfertigen, die Geizigen, die Großzügigen etc. Früher hätte ich immer behauptet, dass ich eine Vernünftige bin: Lange habe ich ein Haushaltsbuch geführt und akribisch jeden Cent aufgeführt. Das mache ich auch heute noch ab und zu, allerdings ohne große Schlüsse daraus zu ziehen und die Zahlen einer gründlichen Analyse zu unterziehen.

Was ich allerdings immer hatte, waren Budgets: ein Budget für Altersvorsorge, eines für Rücklage, eines für Gesundheit, Kleidung, Urlaub. Zunächst einmal für mich persönlich und dann noch einmal für die Finanzen der Familie. So kam es, dass wir irgendwann an die zehn Tagesgeldkonten bei drei verschiedenen Banken hatten.

Daher traf es mich wie der Blitz, als ich in einem Gastartikel auf Joshua Beckers Blog Becomingminimalist.com vom Vereinfachen der Finanzen las. Der Autor Bob Lotich beschrieb, wie er die Anzahl seiner Konten und Depots radikal vereinfacht und damit übersichtlicher strukturiert habe. Statt für jedes Budget mit einem Extra-Konto arbeite er mittlerweile mit einem Sparkonto und einem Konto für seinen Rentenplan.

Das ist es, dachte ich.

Seitdem habe ich alle Tagesgeldkonten bis auf zwei bei einer Bank gekündigt. Eines ist mein persönliches, das andere dient der Familie als Sparkonto. Mein Sohn verfügt noch einmal über ein eigenes für seine Zukunft.

Alles ist nun übersichtlicher: Auf den ersten Blick ist zu sehen, wie viel auf den Konten ist. Ich werde weniger Post von Banken bekommen und muss nicht mehr mehrere Konten im Blick behalten.

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